Schematherapie
Alte Muster verstehen. Neue Wege entwickeln.
Schematherapie
Verstehen, was uns geprägt hat – und verändern, was uns heute im Weg steht.
Viele unserer Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen haben eine Geschichte. Erfahrungen aus früheren Lebensphasen können prägen, wie wir heute über uns selbst denken, Beziehungen gestalten oder auf schwierige Situationen reagieren.
Die Schematherapie hilft dabei, solche wiederkehrenden Muster besser zu verstehen und ihre ursprünglichen Zusammenhänge zu erkennen. Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit zu verändern, sondern einen neuen Umgang mit dem zu entwickeln, was uns bis heute beeinflusst.
So kann Schritt für Schritt mehr Freiheit entstehen, heute anders zu fühlen, zu denken und zu handeln.
Wann kann Schematherapie helfen?
Wiederkehrende Muster erkennen und verändern
Manchmal erleben wir, dass sich bestimmte Situationen in unserem Leben immer wieder ähnlich anfühlen. Wir geraten in vergleichbare Konflikte, reagieren stärker, als wir eigentlich möchten, oder wissen sogar, dass uns ein bestimmtes Verhalten nicht guttut – und können es trotzdem nur schwer verändern.
Die Schematherapie kann dabei helfen, solche wiederkehrenden Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster besser zu verstehen. Gemeinsam wird betrachtet, wo diese Muster ihren Ursprung haben, welche Bedürfnisse dahinterstehen und warum sie uns bis heute beeinflussen.
Schematherapie kann unter anderem hilfreich sein bei:
- wiederkehrenden Konflikten in Beziehungen
- geringem Selbstwert und starken Selbstzweifeln
- Ängsten und depressiven Beschwerden
- Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen oder Grenzen zu setzen
- starken Schuld- oder Schamgefühlen
- dem Gefühl, immer wieder in dieselben Verhaltensmuster zu geraten
- Schwierigkeiten im Umgang mit Nähe, Vertrauen oder Ablehnung
Dabei geht es nicht darum, die eigene Vergangenheit zu bewerten oder Schuldige zu suchen. Vielmehr hilft die Schematherapie dabei, besser zu verstehen, warum bestimmte Reaktionen einmal sinnvoll oder notwendig waren – und weshalb sie heute möglicherweise nicht mehr hilfreich sind.
Aus diesem Verständnis können neue Möglichkeiten entstehen, mit sich selbst, den eigenen Gefühlen und anderen Menschen umzugehen.
Manche Muster begleiten uns lange – auch wenn wir sie längst nicht mehr brauchen.
Was ist Schematherapie?
Verstehen, wo unsere Muster ihren Ursprung haben
Die Schematherapie ist eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie verbindet klassische verhaltenstherapeutische Ansätze mit emotions- und erlebnisorientierten Methoden. Im Mittelpunkt stehen tief verankerte Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster, die häufig durch frühe Erfahrungen und unerfüllte emotionale Bedürfnisse geprägt wurden. Gemeinsam werden diese Muster sichtbar und verständlich gemacht – mit dem Ziel, heute neue und hilfreichere Wege entwickeln zu können.
Denn was uns geprägt hat, muss nicht bestimmen, wie wir heute leben.
Wie entstehen unsere inneren Muster?
Frühe Erfahrungen hinterlassen Spuren
Jeder Mensch hat grundlegende emotionale Bedürfnisse – etwa nach Sicherheit, Bindung, Selbstständigkeit und dem freien Ausdruck eigener Gefühle.
Werden wichtige Bedürfnisse über längere Zeit nicht ausreichend erfüllt, können sich daraus innere Muster entwickeln. Sie beeinflussen, wie wir über uns selbst denken, was wir fühlen und wie wir in bestimmten Situationen reagieren – oft noch viele Jahre später.
Diese Muster zu verstehen, ist der erste Schritt, um heute neue Entscheidungen treffen zu können.
Unsere Geschichte prägt uns – aber sie schreibt nicht unsere Zukunft.
Was uns früher geschützt hat, kann uns heute manchmal im Weg stehen.
Unsere verschiedenen inneren Seiten
Die sogenannten Modi verstehen
Je nach Situation können ganz unterschiedliche Seiten in uns zum Vorschein kommen: eine verletzliche, eine ängstliche oder vielleicht eine besonders kritische oder beschützende Seite. In der Schematherapie werden solche momentanen Zustände als „Modi“ bezeichnet. Gemeinsam geht es darum, diese inneren Seiten besser wahrzunehmen und ihre Bedürfnisse und Reaktionen zu verstehen. So kann ein bewussterer Umgang mit ihnen entstehen – und damit mehr Freiheit, heute anders zu reagieren.
Wie Veränderung möglich wird
Verstehen allein ist manchmal nicht genug
In der Schematherapie geht es nicht nur darum, eigene Muster zu erkennen und darüber zu sprechen. Auch emotions- und erlebnisorientierte Methoden können dabei helfen, neue Erfahrungen zu ermöglichen.
Dazu gehören beispielsweise die Arbeit mit inneren Bildern oder sogenannte Stuhldialoge. Sie können dabei unterstützen, unterschiedliche innere Seiten besser wahrzunehmen, ihre Bedürfnisse zu verstehen und neue, hilfreichere Reaktionen zu entwickeln.
So wird Veränderung nicht nur verstanden, sondern auch erlebt.
Veränderung beginnt dort, wo aus Verstehen eine neue Erfahrung wird.
Gut zu wissen
Selbstzahlerpraxis
Die Praxis wird als Selbstzahlerpraxis geführt.
Gerne informiere ich Sie in einem persönlichen Gespräch über Ablauf, Kosten und Terminvereinbarung.
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Wir können nicht verändern, was uns geprägt hat.
Aber wir können verändern, wie wir heute damit leben.Sabine Eier